Aufbau & Funktion
Die DREHMO-Antriebe bestehen im wesentlichen aus Motor, Planetengetriebe mit einer als Drehmomentstütze angeordneten Verschiebeschnecke, Handrad ohne Umschaltung, eingebauten Messwertaufnehmern und der Antriebssteuerbaugruppe.
Alle Teile des Planetengetriebes sind um die Hohlwelle herum angeordnet. Da bei diesem Planetengetriebe - im Gegensatz zu normalen Stirnradgetrieben stets mehrere Zähne flächig im Eingriff sind, kann ein sehr kompaktes Getriebe hoher Lebensdauer realisiert werden.
Getriebeprinzip
- Life-time Schmierstofffüllung
- Keine mechanische Handradumschaltung erforderlich
- Keine Anfahrprobleme bei tiefen Temperaturen
- Höchste Lebensdauer auch im Regelbetrieb aufgrund geringer Flächenpressung zusammen mit geringer Relativbewegung der im Eingriff befindlichen Zähne und durch optimale Schmierstoffverteilung
- Einbaulage beliebig
Funktionsweise bei Motorbetrieb
Der Motor (1) treibt über das Vorgelege (2) den Exzenter (3) an. Auf dem Exzenter (3) befindet sich drehbar gelagert das Planetenrad (4), welches sich in der Innenverzahnung des Sonnenrades (16) abwälzt. Aufgrund der unterschiedlichen Zähnezahl der beiden Räder entsteht eine Relativdrehzahl, die über Mitnehmerbolzen (17) auf die am Planetenrad (4) angebaute Mitnehmerscheibe (5) übertragen wird. Die Mitnehmerscheibe (5) ist durch eine Kerbverzahnung formschlüssig mit der Hohlwelle (15) verbunden.
Drehmomentabhängiges Schalten
Das Sonnenrad (16) besitzt außer der Innenverzahnung noch eine Außenverzahnung, die mit der axial verschiebbaren Schnecke (13) im Eingriff ist. Die Verschiebeschnecke (13) wird durch vorgespannte Md-Federn (12) in Mittelstellung gehalten. Wirkt auf den Antrieb ein höheres Lastmoment als das durch die Federvorspannung vorgegebene Drehmoment, so drückt die Umfangskraft am Sonnenrad (16) die Verschiebeschnecke (13) aus ihrer Mittellage und betätigt den Md-Hebel (14). Am Md-Abgriff (11) werden über einstellbare Nockenscheiben und Mikroschalter Drehmoment-Grenzwerte erfaßt oder über einen angekoppelten elektronischen Sensor, die Abschaltmomente analog gemessen.
Funktionsweise bei Handbetrieb
Eine Umschaltung von Motorbetrieb auf Handbetrieb ist nicht erforderlich. Bei Handbetätigung werden die Kräfte über die Schnecke (13), das Sonnenrad (16) und das Planetenrad (4) auf die Mitnehmerscheibe (5) und damit auf den Abtrieb übertragen.

