Drehantriebe
Steuer-Drehantriebe
Drehantriebe sind von ihrem Konstruktionsprinzip her so ausgelegt, dass die Drehbewegung am Abtrieb ein Vielfaches einer 360°- Bewegung beträgt.

Skizze Drehantrieb
Drehantriebe kommen in erster Linie auf Schiebern und Ventilen zum Einsatz, bei denen die mehrmalige Drehbewegung des Abtriebs durch eine Gewindespindel in eine Linearbewegung umgewandelt wird. Drehantriebe für Steuerbetrieb (Kurzzeitbetrieb S2) betätigen in der Regel Absperrarmaturen mit wenigen Schaltzyklen pro Monat.
Die Flansche und Abtriebsformen der Drehantriebe sind genormt nach DIN EN ISO 5210 bzw. DIN EN ISO 3210 und passen somit auf jede Armatur heutiger Bauart. Weiterhin steht eine Vielzahl an speziellen Flanschbauarten zur Verfügung.
Unterschieden werden die Drehantriebe entsprechend ihren Nenn-Drehmomenten in 4 Gehäusebauformen:
- bis 60 Nm: Antriebsgröße D... 30, 59
- 60 Nm - 250 Nm: Antriebsgröße D... 60, 120, 249
- 250 Nm - 1000 Nm: Antriebsgröße D... 250, 500, 1000
- 1000 Nm - 2000 Nm: Antriebsgröße D... 2000
Drehmomentforderungen über 2000 Nm werden durch nachgeschaltete Armaturen-, Stirnrad- oder Kegelradgetriebe realisiert.
Regel-Drehantriebe
Die Anforderungen des Regelbetriebes an die Stellantriebe und Armaturen unterscheiden sich wesentlich von denen des Steuerbetriebes. Als wichtigste Anforderungen können genannt werden:

Einsatz von DREHMO-Matic C mit integriertem Spannungsspeicher »USV-3S« im Kesselhaus eines Heizkraftwerks.
- hohe Schalthäufigkeit
- höhere Lebensdauer aller Bauteile
- geringere Motorerwärmung
- geringe Getriebelose
- minimale Umkehrspannen bei Reversierbetrieb
- minimale Totzeiten
Regelantriebe sind ausgelegt für die Betriebsart S4, was bedeutet: Aussetzbetrieb unter Einfluss der Motoranlauferwärmung. Dabei können Einschaltdauern (ED) bis 35 % und Schaltspielzahlen bis 1200 c/h bei Umgebungstemperaturen bis max. +60 °C realisiert werden.
Basis für alle Regelantriebe sind die Regel-Drehantriebe der Antriebsgröße D...R 30...2000. Hohe Lebensdauer in Verbindung mit eng tolerierten Getriebeteilen und minimale Totzeiten sind die Resultate der soliden Getriebekonstruktion.
