DREHMO-Ex-Antriebe – i-matic
Die Baureihe i-matic verfügt über eine sensorische Weg- und Drehmomenterfassung, die zusammen mit der Steuerungsbaugruppe sowie der Ortssteuerstelle mit LCD-Display in einem druckfest gekapselten Steuerungsgehäuse (Ex d) untergebracht ist. Die Vorortbedienung
erfolgt
mittels starrer Taster in Verbindung mit
einem Magnetstift.
Selbstüberwachung
Im Antrieb läuft ein permanenter Selbst-überwachungsprozess, der bei Störungen zwischen folgenden Meldungen unterscheidet, um Fehlersuche und Fehlerbehebung zu erleichtern:
- Hardware gestört
- Sensorik gestört
- Elektronik gestört
- Software gestört
- Elektronik-Temperatur überschritten
- Motortemperatur überschritten
Aufgetretene Störungen werden chronologisch in ein Störmeldebuch eingetragen.
Safety Integrity Level (SIL)
Die i-matic Baureihe kann auf Wunsch mit Sicherheitsfunktion gemäß den Anforderungen von IEC 61508:2000; SIL1/SIL2; Funktionale Sicherheit von elektrischen/elektronischen sicherheitsbezogenen Systeme austestattet werden.
Inbetriebnahme / Non-intrusive Kalibrierung
Die Ortssteuerstelle besteht aus einem LCD-Display, 4 Tasten und einer IR-Schnittstelle.
Über die Drucktaster kann der Antrieb lokal, ohne dass ein Öffnen der Steuerung erforderlich ist, eingestellt und parametriert werden.
Durch die klar strukturierte Menüführung ist ein einfaches Anpassen der Einstellwerte an die Armatur gegeben.
Weiterhin lassen sich alle Parameter des Antriebes bequem einstellen.
Zur Vermeidung von Fehlbedienung und Manipulation kann der Inbetriebnahme-Modus passwort-geschützt werden.
"fail safe"
Bei Ausfall des externen Führungssignals oder der Buskommunikation kann eine frei wählbare, dem verfahrenstechnischen Prozess angepasste Safe-Position eingestellt werden oder bei Wahl des Parameters "Fail as is" der Antrieb in der augenblicklichen Lage festgehalten werden.
Phasenfolgekorrektur / Einzelphasenüberwachung
Durch dieses Modul wird sichergestellt, dass unabhängig von der Reihenfolge der aufgelegten Drehstromnetzphasen die richtige Drehrichtung für das Schließen bzw. Öffnen der Armatur vom Antrieb erzeugt wird.
Die Definition der "Schließrichtung rechts oder links" erfolgt durch Fern- bzw. Lokalparametrierung.
Kombisensor
Zur kontinuierlichen Wegerfassung, auch von Weg-Zwischenstellungen, wird ein elektronischer Wegsensor eingesetzt, der im Zusammenwirken mit der i-matic-Steuerbaugruppe den Antrieb bei unverlierbar elektronisch einprogrammierten Endlagen abschaltet und gleichzeitig potenzialfreie Endlagen-meldungen sowie ein analoges 4-20 mA Wegsignal liefern kann.
Mit einem zweiten Messeingang wird das erreichte Drehmoment analog erfasst und in der Matic-Steuerbaugruppe mit einstellbaren Abschaltwerten verglichen und ausgewertet. Nach unten nur durch die Vorspannung der Drehmoment-Federn begrenzt, lässt sich auch während des Antriebslaufs das Drehmoment analog erfassen, melden und auswerten.
Stellungsregler
Regelantriebe werden von einem übergeordneten Prozessregler (z. B. Druck, Temperatur, Durchflussmenge) direkt über ein analoges Weg-Führungssignal 4-20 mA angesteuert. Der integrierte Stellungsregler (Positioner) vergleicht das Führungssignal (Sollwert) mit dem antriebsintern gebildeten analogen Stellungssignal (Istwert) und regelt die daraus resultierende Regelabweichung aus. Für eine optimale Anpassung des Regelantriebs an den Regelprozess sorgt im Bereich von 0,5 %...5 % verstellbare Parameter Xp, mit dem die Ansprechempfindlichkeit des Antriebes eingestellt werden kann.
Leistungsstellglied
Die Leistungsspannung wird durch elektrisch und mechanisch verriegelte Wendeschützeinheiten geschaltet.
Taktgeber
Hiermit kann die Stellzeit über den gesamten Hub, oder über eine beliebig einstellbare Teilstrecke bis in die Endlage, verlängert werden. Über Parameter kann Taktbetrieb in Auf- bwz. Zu-Richtung konfiguriert werden. Ein weiterer Parameter bestimmt, ob der Bereich, in dem getaktet werden soll, anhand einer internen Einstellung oder anhand eines optionalen Binäreingangs an der Schnittstelle für Fern-Befehle vorgegeben wird.
Drei Werte sind für die Parametrierung des Taktbetriebs vorgesehen:
- Pulszeit ton (0,5 s bis 30 s)
- Pausenzeit toff (0,5 s bis 30 s)
- Taktbeginn (0 % bis 100 % Stellweg)
Armaturen / Weg-Drehmoment-Kennlinie
Der Antrieb beinhaltet eine Funktion, mit der eine Drehmoment-Kennlinie aufgezeichnet werden kann (Messbereich: 33 % bis 100 % des Drehmomentnennwertes). Dauerhaft werden die Kennlinien der Werksinbetriebnahme auf der Armatur, der kalten und warmen Anlageninbetriebnahme im Antrieb gespeichert.
Die Darstellung erfolgt über das zentrale Visualisierungstool oder das Vor-Ort-Notebook.
Abgespeicherte Kennlinien können dort zum Zweck der bedarfsorientierten Instandhaltung von Armaturen weiterverarbeitet werden.
Feldbus-Schnittstellen
Es stehen folgende Feldbusschnittstellen zur Verfügung:
- Profibus DP
- Profibus DP-V1
- Profibus DP-V2
- PROFISafe
- Modbus RTU
- Modbus RTU Loop
- DeviceNet
Fernparametrierung
Im Anlagenbetrieb können alle Einstellungen über den Bus vom zentralen Parametrier- und Visualisierungstool fernparametriert und dauerhaft überschrieben werden. Die Ursprungseinstellung kann durch einen Reset-Befehl wieder aktiviert werden.
Als Visualisierungssoftware kann
- DREHMO-i-matic-Explorer oder
- SiMATIC PDM oder
- FDT / DTM
eingesetzt werden.
Datenspeicher
Antriebsrelevante Daten werden in einem nicht flüchtigen Speicher aufgezeichnet, wie z. B. Schaltspiele, Laufzeiten, Fehler und weiterhin für die vorbeugende Instandhaltung notwendige Daten.
IR- / Bluetooth® Programmierschnittstelle
Ergänzend zur Feldbuskommunikationsschnittstelle ist an jedem i-matic Antrieb eine Infrarot-Schnittstelle zum Anschluss eines „Vor-Ort-PCs“ vorhanden. Über diesen Weg ist das Parametrieren, Auslesen aller im Antrieb verfügbarer Daten (Diagnostic Files) sowie ein Firmware-Download möglich. Zur einfachen Bedienung und Einstellung steht Ihnen unser Software-Tool i-matic-Explorer zur Verfügung. Für die drahtlose Kommunikation steht eine Bluetooth® -Schnittstelle als Option zur Verfügung. Die Bedienung erfolgt über ein PDA.
