DREHMO-i-matic Funktionalität
Dokumentation
Antriebs- und Motordaten des Gerätes werden im Antrieb gespeichert und können über das zentrale Visualisierungstool bzw. über ein Notebooktool vor Ort mit dem i-matic-Explorer ausgelesen und angezeigt werden.
Dazu gehören:
- Antriebsdaten
- Daten der Antriebssteuerung
- Motordaten und die Anlagenkennzeichen
uvm.
Die Herstellerdaten des elektronischen Gerätepasses werden werksseitig im Antrieb abgespeichert. Eine Änderung der Daten z. B. im Falle eines Umbaus ist jederzeit vom zentralen Visualisierungstool oder über die Notebook-Schnittstelle möglich.
Betriebsdaten
Über das zentrale Visualisierungstool oder dem Vor-Ort-Notebook besteht die Möglichkeit der Anzeige und Zwischenspeicherung aktueller und kumulierter Betriebsdaten.
Schalthäufigkeit (in c/h)
Es wird zyklisch ein Mittelwert pro Stunde errechnet, gespeichert und mit dem zulässigen Wert aus dem elektronischen Gerätepass verglichen. Eine Überschreitung führt zu einer Warnmeldung.
Anzahl Schaltspiele
Jeder Einschaltvorgang des Motors wird erfasst und in einem Speicher kumuliert. Der Wert wird mit einem definierbaren Maximalwert verglichen und kann z. B. nach einer Revision wieder auf Null gesetzt werden.
Betriebsstundenzähler
Die Dauer jeder Motorbestromung wird erfasst und in einem Speicher kumuliert. Der Wert wird mit einem definierbaren Maximalwert verglichen und kann z. B. nach einer Revision wieder auf Null gesetzt werden.
Drehmoment-Weg-Kurve
Bei jeder Betätigung des Antriebs werden aus den Analogsignalen der sensorischen Weg und Drehmomenterfassung Wertepaare für eine Darstellung der Armaturenkennlinie abgespeichert (Messbereich: 33 % bis 100 % des Drehmomentnennwertes).
Dauerhaft werden die Kennlinien der Werksinbetriebnahme auf der Armatur, der kalten und warmen Anlageninbetriebnahme im Antrieb gespeichert.
Die Darstellung erfolgt über das zentrale Visualisierungstool oder das Vor-Ort-Notebook. Abgespeicherte Kennlinien können dort zum Zweck der bedarfsorientierten Instandhaltung von Armaturen übereinander geblendet und verglichen werden (in Vorbereitung).
FDT / DTM
Die FDT (Field device tool) Technologie standardisiert die Entwicklung von Komponenten zur Kommunikation zwischen Feldgeräten und Engineering Systemen. Die FDT Technologie erlaubt Geräteherstellern die Erstellung von Software-Tools zur anspruchsvollen Parametrierung, Diagnose und Wartung der Feldgeräte.
Der DTM (Device Type Manager) ist mit einem Druckertreiber vergleichbar. Während der Druckertreiber die Anpassung der Druckdaten auf den spezifischen Drucker übernimmt, stellt der DTM die Parametrier- und Diagnoseschnittstelle für das jeweilige Feldgerät zur Verfügung. Sämtliche Schnittstellen und Protokolle sind standardisiert.
Der DREHMO Geräte DTM erlaubt die systemunabhängige Parametrierung und Diagnose von DREHMO-i-matic-Stellantrieben. Der Drehmo-Geräte DTM ist gemäß der gültigen Spezifikation der Joint Interest Group 1.2.n-konform und anhand der offiziellen Zertifizierungstools getestet. Im Feldbetrieb können alle gerätespezifischen Daten über die FDT Schnittstelle vom zentralen Engineeringarbeitsplatz fernparametriert und im Gerät dauerhaft überschrieben werden. Insbesondere entspricht die Darstellung und Bedienbarkeit der Benutzeroberfläche den Vorgaben des aktuellen DTM-Style-Guides. Auch eine Dokumentation und Diagnose, sowie das Auslesen der Betriebsdaten, über diese Schnittstelle sind möglich. Die hierarchisch klar gegliederte Baumdarstellung der Parameterstruktur entspricht, im Sinne einer durchgängigen Bedienphilosophie, den bisher verfügbaren Parametriertools "i-matic Explorer" und "DDL für Simatic PDM". Der DREHMO-Geräte-DTM erlaubt den Zugriff auf sämtliche Antriebs- und Motordaten die im Antrieb gespeichert werden.
Dynamische Wartung
Um für i-matic einen Wartungsplan zu erstellen, kann das Softwaremodul„Dynamische Wartung“ genutzt werden. Abhängig von der mechanischen Belastung jeder Betätigung und der umgebenden Temperaturentwicklung, werden Abnutzung und Alterung jeder Anwendung kalkuliert. Diese Werte werden anhand die gemessenen Temperaturen, Drehmoment und Weg-Informationen und die Anzahl der Umdrehungen generiert. Die Datenauswertung findet im Antrieb statt wird von der garantierten Lebenszeit abgezogen. Anschließend liefert der Antrieb eine klare Wartungsvorschrift, z. B. Austausch der Dichtungen. Mit diesem Modul sind die Wartungsanforderungen objektiv. Außerdem können dadurch falsche Bemaßungen in einem frühen Stadium entdeckt werden. Weiterhin sind detaillierte Informationenüber das MOV-System aus den gespeicherten Weg-Drehmoment-Kurven erhältlich.
Parameter
Funktion

- Abschaltart Auf-Richtung und Zu-Richtung (Weg / Drehmoment)
- Drehmomentabschaltwert Auf-Richtung und Zu-Richtung (in Nm)
- Anfahrüberbrückung Auf-Richtung und Zu-Richtung (ein / aus)
- Schließrichtung der Armatur (rechts- / linksdrehend)
- Ansteuerverhalten (Selbsthaltung/Tippbetrieb)
- Fail-Safe-Verhalten (bei Regelantrieben) (Fail as is / Fail-Position)
- Reglerempfindlichkeit (bei Regelantrieben) (Xp in %)
- ESD (Fahren trotz zu hoher Motortempe- ratur) (ein / aus)
und vieles mehr...
Meldungen
- Umfang der Sammelstörungsmeldung
- Inhalt der Ein- und Ausgangskanäle
- Stellzeitüberwachung
Diagnose
Betriebliche Störungen werden neben einer Sammelstörmeldung über zusätzliche Einzelmeldungen differenziert gemeldet.
- Drehmomentstörung Auf-Richtung (Abschaltung)
- Drehmomentstörung Zu-Richtung (Abschaltung)
- Elektroniktemperatur überschritten
- Motortemperatur überschritten (Abschaltung)
- Ausfall Leistungsspannung (Abschaltung)
- Ausfall Hilfsspannung
- Phasenlage falsch
- Handradeingriff wird angezeigt wenn eine Stellungsänderung ohne elektrischen Fahrbefehl registriert wird (in Vorbereitung)
- Busredundanz Meldung des Kommunikationskanals A oder B
- Schalthäufigkeit überschritten
- Schaltspiele überschritten
- Betriebsstunden überschritten
- Anlaufüberwachung
- Drehrichtungsüberwachung (im Falle einer Fehlfunktion der Phasenüberwachung)
- Überwachung von Hardwarefehlern
- Überlastungsschutz für zusätzliche Komponenten (Getriebe / Schubeinheit / Ventil etc.)
- Notschutzfahrt (ESD)
- Betriebszeiterfassung
- Dynamische Wartungsmeldung
- Störmeldebuch
