DREHMO-i-matic Funktionsbausteine
Selbstüberwachung
Im Antrieb läuft ein permanenter Selbstüberwachungsprozess, der bei Störungen zwischen folgenden Meldungen unterscheidet, um Fehlersuche und Fehlerbehebung zu erleichtern:
- Hardware gestört
- Sensorik gestört
- Elektronik gestört
- Elektronik-Temperatur überschritten
- Motortemperatur überschritten
Aufgetretene Störungen werden chronologisch in ein Störmeldebuch eingetragen.
"fail safe"
Bei Ausfall des externen Führungssignals oder der Buskommunikation kann eine frei wählbare, dem verfahrenstechnischen Prozess angepasste Safe-Position eingestellt werden oder bei Wahl des Parameters "Fail as is" der Antrieb in der augenblicklichen Lage festgehalten werden.
Phasenfolgekorrektur / Einzelphasenüberwachung
Durch dieses Modul wird sichergestellt, dass unabhängig von der Reihenfolge der aufgelegten Drehstromnetzphasen die richtige Drehrichtung für das Schließen bzw. Öffnen der Armatur vom Antrieb erzeugt wird.
Die Definition der "Schließrichtung rechts oder links" erfolgt durch Fern- bzw. Lokalparametrierung.
Zusätzlich werden die 3 Phasen überwacht. Bei Ausfall einer oder mehrerer Phasen wird eine entsprechende Störmeldung generiert und ausgegeben.
Inbetriebnahme / "Non-intrusive" Kalibrierung
Die Ortssteuerstelle besteht aus einem LC-Display, 4 Tasten und einer IR-Schnittstelle.
Über die Drucktaster kann der Antrieb lokal, ohne dass ein Öffnen des Antriebs erforderlich ist, eingestellt und parametriert werden.
Durch die klar strukturierte Menüführung ist ein einfaches Anpassen der Einstellwerte an die Armatur gegeben.
Zur Vermeidung von Fehlbedienung und Manipulation kann der Inbetriebnahme-Modus passwort-geschützt und entsprechenden Bedienerebenen zugeordnet werden.
Datenspeicher
Antriebsrelevante Daten werden in einem nicht flüchtigen Speicher aufgezeichnet, wie z. B. Schaltspiele, Laufzeiten, Fehler und weiterhin für die vorbeugende Instandhaltung notwendige Daten.
IR- / Bluetooth-Programmierschnittstelle
Ergänzend zur Feldbusschnittstelle ist an jedem i-matic-Antrieb eine IR-Schnittstelle zum Anschluss eines "Vor-Ort-PCs" vorhanden. Über diesen Weg ist das Parametrieren, Auslesen aller im Antrieb verfügbarer Daten (Diagnostic Files) sowie ein Software-Download möglich.
Zur einfachen Bedienung und Einstellung steht Ihnen unser Software-Tool i-matic-Explorer zur Verfügung. Optional ist anstelle der IR-Schnittstelle ein Bluetooth-Interface erhältlich.
Armaturen / Weg-Drehmoment-Kennlinie
Im Antrieb wird der jeweils aktuelle Weg-Drehmomentverlauf der Armatur gespeichert. Zusätzlich können drei Referenz-Kennlinien (Werksinbetriebnahme, kalte und warme Anlageninbetriebnahme) gespeichert werden. Abgespeicherte Kennlinien können zur bedarfsorientierten Instandhaltung verglichen werden.
Feldbus-Schnittstellen
Es stehen folgende Feldbusschnittstellen zur Verfügung:
- Profibus DP
- Profibus DPV1
- Profibus DPV2
- PROFISafe
- Modbus RTU
- Modbus RTU Loop
- DeviceNet
Leistungssteller
Bei Steuerantrieben kommt eine elektrisch und mechanisch verriegelte Wendeschützkombination zum Einsatz. Bei einer hohen Anzahl von Schaltspielen werden aus Verschleißgründen elektronische Lastrelais bzw. Thyristor-Leistungssteller für hohe elektrische Motorleistungen eingesetzt.
Taktgeber
Hiermit kann die Stellzeit über den gesamten Hub, oder über eine beliebig einstellbare Teilstrecke bis in die Endlage ZU, verlängert werden. Über Parameter kann Taktbetrieb in Auf- bzw. Zu-Richtung konfiguriert werden. Ein weiterer Parameter bestimmt, ob der Bereich, in dem getaktet werden soll, anhand einer internen Einstellung oder anhand eines optionalen Binäreingangs an der Schnittstelle für Fern-Befehle vorgegeben wird.
Drei Werte sind für die Parametrierung des Taktbetriebs vorgesehen:
- Pulszeit ton (0,5 s bis 30 s)
- Pausenzeit toff (0,5 s bis 30 s)
- Taktbeginn (0 % bis 100 % Stellweg)
Fernparametrierung
Im Anlagenbetrieb können alle Einstellungen über den Bus vom zentralen Parametrier- und Visualisierungstool fernparametriert und dauerhaft überschrieben werden. Die Ursprungseinstellung kann durch einen Reset-Befehl wieder aktiviert werden.
Als Visualisierungssoftware steht folgendes zur Verfügung:
- i-matic-Explorer
- SiMATIC PDM
- FDT / DTM
Stellungsregler
Regelantriebe werden von einem übergeordneten Prozessregler (z. B. Druck, Temperatur, Durchflussmenge) direkt über ein analoges Weg-Führungssignal 4-20 mA angesteuert.
Der integrierte Stellungsregler (Positioner) vergleicht das Führungssignal (Sollwert) mit dem antriebsintern gebildeten analogen Stellungssignal (Istwert) und generiert entsprechende Fahrbefehle um die Abweichung auszuregeln.
