DREHMO-Matic-C-Funktionsbausteine
Ausstattungsmerkmale Matic C
Die Matic C-Steuerbaugruppe ist zentral im Wegschalterraum über dem Wegschaltereinsatz angeordnet. Diese kompakte Bauweise bietet folgende Vorteile:
- Gute Zugänglichkeit aller Bau- und Einstellelemente
- Keine zweite mechanische Schnittstelle mit einhergehenden Abdichtmaßnahmen vorhanden
- Die gesamte Steuerbaugruppe kann für Programmierung und Einstellarbeiten hochgeklappt werden.
Kundenseitige elektrische Schnittstellen
- Motorversorgungsspannung
- Digitale Befehlseingänge
- Digitale Ausgangsmeldungen
- Hilfsspannungsausgang
Optionen
- Externe Einspeisung der Versorgungsspannung für die Matic C-Steuerbaugruppe
- Analoger Ausgang für den Armaturenweg
- Analoger Eingang für die Sollvorgabe der Armaturenposition
- Elektronischer Weg- und Drehmomentsensor
- Vereinfachte Inbetriebnahme mit LEARN-Funktion
- Feldbusschnittstelle: Profibus-DP
Hilfsspannungsausgang
Für den Fall, daß kein externes Netzgerät für die Spannungsversorgung der Befehlseingänge zur Verfügung steht, wurde hier speziell zur Ansteuerung der digitalen Eingangsbefehle ein 24V/30mA Hilfsspannungsausgang realisiert.
Steuertransformator
Universell einsetzbar für verschiedene Versorgungsspannungen (= Motorspannung)
Primärseitig: 380, 400, 415, 460, 480, 500 V, +10% 15%, 50/60 Hz
Andere Spannungen auf Anfrage.
Sekundärspannung: 24 V AC (Schütze); 24 V DC (Steuerspannung)
Die Umschaltung eines Primärspannungsbereiches erfolgt gemäß Aufdruck auf dem Steuertrafo und beigefügtem Anschlußplan. Dieser wird werksseitig bereits auf den bestellten Versorgungsspannungswert eingestellt.
Phasenfolgekorrekturschaltung
Unabhängig vom Anschluß der 3-phasigen Versorgungsspannung und deren Phasenfolge erfolgt bei falscher Phasenfolge eine automatische Drehrichtungskorrektur. Damit sind unbeabsichtigte Schäden an der Armatur durch unsachgemäßes Anschließen der Versorgungsspannung in der Inbetriebnahmephase ausgeschlossen.
Inbetriebnahmehilfe
Auf der Matic-Steuerbaugruppe sind zur Inbetriebnahme 3 Tasten AUF / ZU und LEARN angeordnet. Hierüber läßt sich der Stellantrieb manuell in jede gewünschte Position verfahren. Bei Einsatz mechanischer Wegschalter können diese auf die eingenommene Position justiert werden. Bei Einsatz des elektronischen Wegsensors wird die eingenommene Position durch gleichzeitiges Drücken der LEARN-Taste mit der AUF- oder ZU-Taste als jeweilige Endposition unverlierbar elektronisch gespeichert.
Leistungsstellglied / Wendeschützkombination
Hier kommen serienmäßig 2 mechanisch und elektrisch verriegelte Schütze (Wendeschützkombination) zum Einsatz.
Typ 1: Leistungsklasse für Motoren 1,75 kW
Typ 2: Leistungsklasse für Motoren > 1,75 kW
Option: Elektronisches Lastrelais (ELR)
(siehe Zusatzausstattungen)
Heizung
Die zur Vermeidung von Kondensatbildung im Steuerungsraum (=Schalter und Steuerungs-Hardware) zur Verfügung zu stellende Heizleistung wird innerhalb der Steuerbaugruppe erzeugt.
Digitale Befehlseingänge
Die digitalen Eingangsbefehle (24 V DC) werden über Koppelrelais potentialfrei an die interne Steuerungslogik weitergeleitet.
Variante 1: Befehle AUF - STOP - ZU bei Betrieb über Selbsthaltung
Variante 2: Befehle AUF - ZU bei Tippbetrieb und Automatik bei Version MC 005 (Positioner). Selbsthaltung oder Tippbetrieb ist an der Steuerbaugruppe programmierbar.
Steuerspannung: 24 V DC (Toleranz 10% +30%)
Steuerstrom: ca. 10 mA
Digitale Ausgangsmeldungen
Die digitalen Ausgangsmeldungen werden über potentialfreie Relaiskontakte an die übergeordnete Anlagensteuerung/Warte weitergegeben.
Schaltspannung: 24 V...230 V, AC/DC.
Schaltstrom: maximal 400 mA
Kontaktmaterial: Silberkontakte mit Goldauflage
Hinweis: Die maximale Schaltleistung zum Erhalt der Goldauflage darf 5 VA nicht überschreiten!
Meldungen
- Endlage AUF
- Endlage ZU
- Sammelstörung (beinhaltet Motortemperatur, Drehmomentstörung und Spannungsausfall)
- Wahlschalter der Ortssteuerstelle steht in Stellung ORT
- Wahlschalter der Ortssteuerstelle steht in Stellung FERN
- Drehmomentstörung in Richtung AUF
- Drehmomentstörung in Richtung ZU
- Laufmeldung in Richtung AUF
- Laufmeldung in Richtung ZU
(Laufmeldungen wahlweise blinkend oder statisch, einstellbar über Programmierschalter)
Version DMC 004: 2 Zwischenstellungsmeldungen.
Alle Versionen: Weitere Meldungen / Sondermeldungen auf Anfrage


Integrierte Ortssteuerstelle
Die DREHMO-Matic C Stellantriebe besitzen serienmäßig eine Ortssteuerstelle mit 2 Knebelschaltern. Damit ist der Antrieb auch von "vor Ort" fahrbar, was insbesondere bei der Inbetriebnahme und im Falle eines Ausfalls der übergeordneten Prozessleittechnik von Vorteil ist. Der Wahlschalter mit den wählbaren Einstellungen ORT - 0 - FERN ist in jeder Einstellung abschließbar durch handelsübliche Bügelschlösser. Schließsysteme auf Anfrage.
Option: Fernverriegelung der Ortssteuerstelle
(siehe Zusatzausstattungen)
Funktion:
- Wahlschalter in Stellung ORT
Der Stellantrieb ist fahrbar über den an der Ortssteuerstelle befindlichen Steuerschalter mit den Einstellungen AUF - STOP - ZU - Wahlschalter in Stellung 0
Antrieb von "vor Ort" und "FERN" nicht fahrbar - Wahlschalter in Stellung FERN
Antrieb nur von "FERN" (Warte) aus fahrbar
Integrierte Inbetriebnahmehilfe
Bei der Inbetriebnahme des Stellantriebs müssen die im Steuerraum des Antriebs befindlichen Rückmeldeeinrichtungen wie Weg- und Drehmomentschalter sowie analoge Rückmeldungen eingestellt und abgeglichen werden. Um diesen Vorgang zu erleichtern, wurde auf der Ortssteuerstellenplatine im Steuerraum eine Inbetriebnahmehilfe implementiert, über die der Antrieb auch bei abgenommenem Ortssteuerstellendeckel weiterhin von "vor Ort" fahrbar ist.
Inbetriebnahme mit LEARN-Funktion
Bei Einsatz eines elektronischen Weg- und Drehmomentsensors sowie einer elektronischen Stellungs- und Drehmomentanzeige wird der Wahlschalter ORT - 0 - FERN durch eine vorgelagerte Taststellung auf die Funktionen INBETRIEBNAHME - ORT - 0 - FERN ergänzt. In einer displaygeführten Ablaufsequenz lassen sich Weg- und Drehmomentgrenzwerte ohne Öffnen des Steuerraums einstellen.
Elektronischer Stellungsgeber
Der elektronische Stellungsgeber wandelt die Abtriebsbewegung in ein wegproportionales, analoges Stromsignal 4-20 mA um. Als Meßwertaufnehmer dient ein auf der Wegschaltergrundplatte des Antriebs angeordneter Leitplastik-Sensor, dessen wegproportionale Widerstandsänderung in einem Messverstärker in ein Stromsignal umgewandelt wird. Die Speisespannung wird antriebsintern zugeführt (4-Leitertechnik) und das Ausgangssignal steht 2polig zur weiteren Verarbeitung in der Warte zur Verfügung.
Maximale Bürde: 500 Ohm
Serienmäßige Bestückung bei Version MC 003, MC 005, Option bei MC 004.
Elektronischer Weg- und Drehmomentsensor
Wahlweise kann für die mechanisch betätigte Weg- und Drehmomenterfassung ein integrierter elektronischer Weg- und Drehmomentsensor eingesetzt werden, mit dem für alle Antriebe der Weg und das Abschaltmoment analog erfaßt werden. Der elektronische Weg- und Drehmomentsensor ist Voraussetzung für weitere Optionen, wie Inbetriebnahme mit LEARN-Funktion, elektronische Stellungsanzeige sowie analoge Stellungsrückmeldung (4 bis 20 mA).
Elektronische Zwischenstellungen
Für die Applikationen, bei denen neben den Endlagen zusätzlich das Anfahren von Zwischenstellungen erforderlich ist, wurde für die Rückmeldung in die Warte ein elektronischer Zwischenstellungsgeber realisiert. Es können 2 voneinander unabhängige Zwischenstellungen über getrennte Potentiometer auf der Einstellplatine vorgewählt werden. Nach Erreichen der eingestellten Zwischenstellung erfolgt eine potentialfreie Rückmeldung ohne antriebsinterne Motorabschaltung. Serienmäßige Bestückung nur in Version MC 004. Bei Einsatz des elektronischen Weg- und Drehmomentsensors lassen sich auch die Zwischenstellungen bei der Inbetriebnahme mit LEARN-Funktion displaygeführt ohne Öffnen des Steuerraums programmieren.
Taktbetrieb
Mit dem Taktgeber kann die Stellzeit über den gesamten Hub, oder über eine beliebig einstellbare Teilstrecke bis in die Endlage, verlängert werden. Über Wahlschalter kann Taktbetrieb in Auf- bzw. Zu-Richtung konfiguriert werden. Ein weiterer Wahlschalter bestimmt, ob der Bereich, in dem getaktet werden soll, anhand einer internen Einstellung über Potentiometer oder anhand eines optionalen Binäreingangs an der Schnittstelle für Fern-Befehle vorgegeben wird.
Drei Potentiometer sind für die Parametrierung des Taktbetriebs vorgesehen.
- Pulszeit ton (0,5 s bis 30 s)
- Pausenzeit toff (0,5 s bis 30 s)
- Taktbeginn (0% bis 100% Stellweg)
In dem Bereich zwischen der Endlage ZU (0%) und Taktbeginn ist der Taktbetrieb aktiv.
Als Einstellhilfe für ton bzw. toff sind zwei LED's vorgesehen. Die LED-Anzeige während der Betriebsart STOP zeigt die Einstellung der Taktzeiten ton / toff ohne Motoransteuerung.
Taktbetrieb in Verbindung mit dem Stellungsregler:
Der Regelbetrieb wird durch Veränderung der Puls-Pausenverhältnisse optimiert. Somit ist bei kleiner Regeldifferenz feinfühliges Erreichen der Sollposition möglich (einstellbar).
Programmierschalter
Um die Planungssicherheit und die Variabilität des Antriebseinsatzes für verschiedene Applikationen weiter zu erhöhen, wurden unterschiedliche Funktionalitäten, deren eventuelle Nutzung in der Planungsphase noch nicht festliegt, über einen DIL-Schalter in der Steuerbaugruppe realisiert. Die Parametrierung erfolgt dann direkt am Stellantrieb, der von der entsprechenden Forderung betroffen ist.
Folgende Funktionen können eingestellt werden:
- Selbsthaltung oder Tippbetrieb für die Wahl der Eingangsbefehle
- Wahl der Abschaltart, d.h. weg- oder drehmomentabhängiges Abschalten in den Endlagen AUF oder ZU
- Anfahrüberbrückung aus den Endlagen zum motorischen Lösen festsitzender Armaturen unabhängig vom eingestellten Drehmoment
- Differenzierung des Informationsinhalts der Meldung ORT ob
Meldung ORT = nur ORT oder
Meldung ORT = ORT oder 0 - Laufmeldungen blinkend oder statisch
- Differenzierung des Informationsinhalts der Meldung "Sammelstörung" ob
Sammelstörung inklusive Drehmomentstörung oder
Sammelstörung exklusive Drehmomentstörung
Integrierter 3-Punkt-Stellungsregler
Bei Stellantrieben für Regelaufgaben ist es üblich, daß diese von einem übergeordneten Prozeßregler (z.B. Druck, Temperatur, Durchflußmenge) direkt über ein analoges Weg-Führungssignal 420 mA angesteuert werden sollen. Hierzu werden die Prozeßsignale wie z.B. Druck durch den übergeordneten Prozeßregler in ein analoges Wegsignal umgeformt. Der integrierte Stellungsregler (Positioner) vergleicht das Führungssignal (Sollwert) mit dem antriebsintern gebildeten analogen Stellungssignal (Istwert) und regelt die daraus resultierende Regelabweichung aus.
Für eine optimale Anpassung des Regelantriebs an den Regelprozeß sorgt ein im Bereich von 0,5%...5% verstellbares Potentiometer, mit dem die Ansprechempfindlichkeit des Antriebes eingestellt werden kann.
Bei unbeabsichtigtem Ausfall des externen Führungssignals kann über DIL-Schalter und ein weiteres Potentiometer eine frei wählbare, dem verfahrenstechnischen Prozeß angepaßte Safe-Position eingestellt werden. Wird durch das Führungssignal ein Armaturenstellwert < 1.8% vorgegeben (0% = Endstellung ZU), verhält sich der Antrieb bei Unterschreiten dieser Grenze als Steuerantrieb und fährt in die Endlage ZU.
Auch über Ansteuerung mit analogem Führungssignal ist also ein drehmomentabhängiges Fahren in die Armaturenendlage ZU möglich. Aktiviert wird der Stellungsregler durch ein 24 V-Signal am Automatik-Eingang. Ist dieses Signal 0 V, so ist der Antrieb über die Befehlseingänge AUF - ZU durch digitale Ansteuerung (24 V) fahrbar. Eingangswiderstand: Re = 100 Ohm
Serienmäßige Bestückung in Version MC 005.
DREHMO-Matic C SPS - Funktionalität

Konventionelle Regelung

Konventionelle Regelung mit Feldbus
